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HARTOCH, Oskar Heinrich

 

ГАРТОХ, Оскар Оскарович / GARTOCH, Oskar Oskarovič

Namensvariationen: Oscar, Гейнрих, Gejnrich

 

* 12./24.12.1881[1] oder 25.12.1881[2]/7.1.1882[3], St. Petersburg

† 30.1.1942, Saratov

Arzt, Bakteriologe, Mikrobiologe, Epidemiologe

Opfer Stalinistischer Repressalien

 

 

V

Oskar Julius (Julievič) (1845-1901), Chemie-Ingenieur, Fabrikant, Geschäftsführer der Mineralölfabrik William Ropes & Co. in St. Petersburg[4]

M

Adolfine, geb. Graf (1850-1895), Schauspielerin, Sängerin

G

Elsa (Ėl’za Oskarovna) (1879-1981), Pädagogin, Lehrerin an der Ecole internationale de Genève

Henriette Frieda (Genrietta Frida Oskarovna), gesch. Semenova (1880-1972), Kinderärztin[5]

E

Mary (Mėri Vil’jamovna, Marija Vasil’evna), geb. Polman (Pul’man) (1881-1933)

 

A

1889-1892

Besuch der St.-Katharinen-Schule in St. Petersburg

 

1893-1899

Besuch der deutschen Karl-May-Schule in St. Petersburg

 

1899-1905

Studium der Medizin an der Universität Bonn und SS 1903 an der Universität Bern

 

1906

Dr. med. Univ. Bonn

 

1906

Russisches Arztexamen an der Universität Jur’ev

 

B

1906-1907

Ordinator für Therapie und (extern) Pathologische Anatomie am deutschen „Alexander-Hospital für Männer“ auf der Vasilij-Insel in St. Petersburg

 

ab 1906

zugleich Arzt und Ehrenmitglied (1916 ?) des Rats der St. Petersburger Kinderasyle, später auch Mitarbeiter und Gehilfe des Direktors am Nikolaj-Asyl in St. Petersburg

 

1907-1941

Bakteriologe-Volontär, ab 1912 Assistent, ab 1914 Privatdozent, ab 1930 Leiter der Abteilung „Vergleichende Pathologie der Infektionskrankheiten“ und 1930-1941 der Abteilung „Medizinische Mikrobiologie“ als Nachfolger von A. A. Vladimirov am Institut für Experimentelle Medizin (IEM) in St. Petersburg/Petrograd/Leningrad

 

1939-1941

Stellvertreter des Direktors für wissenschaftliche Angelegenheiten am IEM

 

1908-1915

Studienaufenthalte in Westeuropa:

- bei Ernst Friedberger (1875-1932) am Forschungsinstitut für Hygiene und Immunitätslehre in Berlin-Dahlem

- Assistent bei W. Kolle am Lehrstuhl für Hygiene und Bakteriologie an der Universität Bern

 

1915-1919

Arzt beim Sanitätsdienst der Nordfront, zuletzt bei der Sanitätseinheit des Petrograder Eisenbahnknotenpunktes in Krasnoe Selo

 

ab 1920

Oberassistent am Lehrstuhl für Infektionskrankheiten mit Kurs für Bakteriologie an der Militärmedizinischen Akademie (MMA) in Petrograd

 

ab 1921

zugleich politischer Leiter (Kommissar) an der MMA

 

1924-1928

Leiter des bakteriologischen Laboratoriums am Ėrisman-Krankenhaus[6] in Leningrad

 

zw. 1924-1929

Aufenthalte bei Kolle im Paul-Ehrlich-Institut und im Georg-Speyer-Haus Frankfurt a. Main[7]

 

1928

Gründer des Lehrstuhls für Mikrobiologie am „Forschungsinstitut für Mutter- und Kinderschutz“ in Leningrad

 

1928/9-1937

Gründer und Wissenschaftlicher Leiter der bakteriologischen Abteilung am Pasteur-Forschungsinstitut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Leningrad

 

1940-1941

Leiter des Epidemiologischen Laboratoriums an der Filiale des IEM in Suchumi

 

zw. 1930-1941

politische Verfolgung und Verhaftungen wegen angeblicher konterrevolutionärer Aktivitäten[8]

 

1941-1942

am 28.11.1941 wegen Spionage zum Tode verurteilt und am 30. Januar 1942 im Gefängnis in Saratov erschossen[9]

 

1956

Rehabilitierung

 

Andere Ämter (Auswahl):

 

Lektor für Sanitäts- und Epidemiologiefragen beim Haus „Sankul’tura“[10]

Mitglied des Wissenschaftsrats der Gesundheitsbehörden „Lengorzdravootdel“[11] und „Narkomzdrav“[12]

 

Ehrungen und Auszeichnungen:

 

1912

St.-Stanislav-Orden 3. Klasse

 

1941

„Verdienter Wissenschaftler der UdSSR“[13]

 

WL

Mitgründer der Leningrader Schule der Mikrobiologen („Vladimirov-Hartoch-Schule“[14])

Hauptforschungsgebiete: Aktuelle Probleme der Bakteriologie, Epidemiologie und Mikrobiologie, klinische Diagnostik

Forschungsthemen: Diagnose, Behandlung und Prävention von Darminfektionen und -erkrankungen (z.B. Ruhr und Typhus), Wirkung von Substanzen auf die Anaphylaxie, alimentäre Toxikoinfektionen, chemotherapeutische Experimentalstudien, Desinfektion und Desinsektion u.a.

Autor zahlreicher Berichte, z.B. über die Empfindlichkeit mikrobieller Wirkstoffe, über die Charakterisierung neuer viraler Krankheitserreger

Nach ihm wurde 1922 eine neue Art der Hemogregarine (Blutparasiten von Meeresfischen) benannt: Haemogregarina hartochi.[15]

Verdienste bei der Bekämpfung verschiedener Infektionskrankheiten in Russland zw. 1910 und 1930, z.B. der Tuberkulose

Aktivitäten an der Bekämpfung des Alkoholismus[16]

1934-1937 Mitglied des Redaktionskollegiums der Zeitschrift Žurnal biologičeskich nauk

 

M

Verein der St. Petersburger Ärzte (1905), S.-Peterburgskoe obščestvo dlja bor’by s bugorčatkoj [St.-Petersburger Gesellschaft zur Bekämpfung der Tuberkulose], Leningradskoe Mikrobiologičeskoe obščestvo [Leningrader Mikrobiologische Gesellschaft] (1928-1941 stellvertretender Vorsitzender, 1938 zeitweise ausgeschlossen[17]), Freie Vereinigung für Mikrobiologie in Berlin

 

GPV

Publikationen 1905-1916, in: Nazarov/Vichman 2008 (SL).

Publikationen 1905-1941 (Nr. 46-135), in: Tat’jana Vladimirovna Andrjuškevič: Stanovlenie mikrobiologičeskich škol Instituta ėksperimental’noj mediciny i ich vlijanie na razvitie naučnych issledovanij v Rossii. Diss. Sankt-Peterburg 2004 (Online Ressource, 27.7.2015).

 

W[18]

Deutschsprachige Publikationen (Auswahl):

Beitrag zur Lehre vom Myxoedem an der Hand von 2 Fällen der Bonner medizinischen Klinik. Diss. Bonn 1905, 58 S.

Zur Frage der Komplementbindung bei experimentellen Trypanosomen. (Aus dem Kaiserl. Institutes für experimentelle Medizin zu St. Petersburg). Mit W. Yakimoff (V. L. Jakimov). Wiener klinische Wochenschrift 21 (1908), 753-755.

Ueber nicht spezifischen Opsoninschwund bei Komplementverarmung des Serums trypanosomosenkranker Tiere. Mit Maria Willim. Ibid., № 41, 9 S.

Ueber die Wechselbeziehungen zwischen Komplement und Opsonin. St. Petersburger medicinische Wochenschrift 51 (1908), 1-7.

Ueber das Verhalten des Komplements bei der aktiven und passiven Anaphylaxie. Mit E. Friedberger. Zeitschrift für Immunitätsforschung und experimentelle Therapie, 1. T., Originale 3 (1909), 581-638.

Ueber Beschleunigung der Bakteriolyse im Peritoneum von Meerschweinchen. Mit Carl Angerer. Aus dem Pharmakologischen Institut der Universität Berlin. Ibid. 4 (1910), 210-217.

Ueber Beschleunigung und Verstärkung der Opsoniumwirkung durch präzipitierende Sera. Mit E. Friedberger. Ibid., 218-223.

Der Einfluss intravenöser Salzinjektionen auf die aktive und passive Anaphylaxie beim Meerschweinchen. Mit E. Friedberger. Berliner klinische Wochenschrift 1909, Nr. 36, 7 S.

Zur Lehre über die toxische Wirkung der Produkte der tryptischen Serum-eiweißverdauung im Zusammenhang mit der Lehre von der Anaphylaxie. Mit N. Ssirenskij. Zeitschrift für Immunitätsforschung und experimentelle Therapie, 1. T., Originale 7 (1910), 253-273; 8 (1911), 420.

Ueber die Beeinflussung der opsonischen Index durch subkutane Serum-injektionen. Mit N. Ssirenskij. Ibid. 8 (1911), 602-610.

Ueber die Rolle des Komplements bei der Anaphylaxie. Mit N. Sirenskij[!]. Ibid. 12 (1911) 1, 85-90.

Ueber die Rolle des Eiweisses bei der Anaphylaxie. Von Dr. O. Hartoch. Institut für experimentelle Medizin zu St. Petersburg (Abt. A. A. Wladimiroff). Petersburger medizinische Zeitschrift 38 (1913), 1-6.

Weitere Mitteilungen über chemotherapeutische Experimentalstudien bei Trypanosomeninfektionen. Mit Wilhelm Kolle und Walter Schürmann. Deutsche medizinische Wochenschrift 40 (1914), 212-214; ~ 2. Mitteilung. Mit Walter Schürmann und Wilhelm Kolle. Zeitschrift für Immunitätsforschung und experimentelle Therapie 20 (1914) H. 5, 436-475.

Kritische Bemerkungen über die bei einigen Infektionskrankheiten gefundenen Mikroorganismen, die als Erreger nicht allseitig anerkannt sind: Unter Zugrundelegung des Kapitels „Mikroorganismenbefunde bei anderen Infektionskrankheiten“ von Prof. W[ilhelm] Kolle und Stabsarzt Dr. H[ermann Hetsch. Von Oscar Hartoch und Walter Schürmann. In: W. Kolle, H. Hetsch: Handbuch der pathogenen Mikroorganismen. 1. Aufl., Bd. 3. Jena 1913, 463-522.

Ueber neue Prinzipien und neue Präparate für die Therapie der Trypanosomeninfektionen 1. Mit W. Kolle, M. Rothermundt und W. Schürmann. Deutsche medizinische Wochenschrift 39 (1913), 825-828.

Die Schutzwirkung des Diphtherieserums bei der Reïnjektion. Aus dem Univ.-Institut zur Erforschung der Infektionskrankheiten in Bern. Mit W. Schürmann. Ibid. 40 (1914), 2030-2032.

Überempfindlichkeit (Anaphilaxie). Mit W. Kolle. Ergebnisse der gesamten Medizin 1 (1920), 92-108.

Untersuchungen über Serodiagnostik der Tuberkulose mittels Komplementbindung. Mit H. Schloßberger, M. Lusena und R. Prigge. Deutsche medizinische Wochenschrift 50 (1924), 869-872.

Über einen neuen Nährboden zur Differenzierung der Typhus- und Paratyphusbazillen. Mit H. Schlossberger. Ibid., 904-905.

Zur Bedeutung der Haut bei Infektions- und Immunitätserscheinungen. Mit K. Muratowa, W. Joffe, W. Bermann. Zentralblatt für Bakteriologie, Parasitenkunde und Infektionskrankheiten 93 (1924), 528-542.

Weitere Untersuchungen über die Wertbestimmung des antitoxischen Dysenterieserums. Mit H. Schlossberger. Deutsche medizinische Wochenschrift 51 (1925), 1854-1855.

Über xylosevergärende und -nichtvergärende Typhusstämme. Mit H. Schlossberger und W. Joffe. Zeitschrift für Hygiene und Infektionskrankheiten 105 (1926), 564-570.

Zur Biologie der Dysenterieerreger mit besonderer Berücksichtigung der Katalasereaktion. Mit H. Schlossberger und W. Joffe. Zeitschrift für Hygiene und Infektionskrankheiten 106 (1926), 666-678.

Zur Aetiologe der Endocarditis lenta. Mit K. Muratova, E. Swischtschewskaja. Centrablatt für Bakteriologie, Parasitenkunde und Infektionskrankheiten, 1. Abt., Originale 102 (1927), 227-244.

Experimentelle Studien mit Syphilis und Rekurrensspirochatose. VII. Untersuchungen über die Sterilisierung mit Salvarsan bei experimenteller Rekurrensinfektion der Mäuse. Mit M. Rothermundt. Deutsche medizinische Wochenschrift 54 (1928), 2136-2138.

Betrag zur Frage des Verwendungsstoffwechsels der Paratyphus B-Bakterien. Mit P. Benewolenskij und A. Smorodinzeff. Centrablatt für Bakteriologie, Parasitenkunde und Infektionskrankheiten 110 (1929), 9-17.

Untersuchungen über die Wertbestimmung des Dysenterieserums mit Hilfe eines hochwertigen Shiga-Kruse-Toxins. Mit Richard Prigge. Arbeiten aus dem Staatsinstitut für Experimentelle Therapie und dem Georg-Speyer-Hause zu Frankfurt a. M. 23 (1930), 1-26.

Beitrag zur Lehre von der mechanischen Schädigung der Kleinlebewesen. Mit M. Kanewskaja. Zentralblatt für Bakteriologie, Parasitenkunde und Infektionskrankheiten, 1. Abt., Originale 127 (1933), 263-268.

Experimentelle Untersuchungen über die giftigen Antigene des Ruhrbacillus Shiga-Kruse. Mit H. Prigge und L. Kicksch. Zeitschrift für Hygiene und Infektionskrankheiten 123 (1941), 417-437.

Experimentelle Untersuchungen über die giftigen Antigene des Ruhrbacillus Shiga-Kruse. II. Mitteilung. Die toxikologischen Unterschiede zwischen den Shiga-Kruse-Antigenen, ihre pathogenetische Bedeutung und ihre Dosierung bei der aktiven Schutzimpfung gegen Ruhr. Mit H. Prigge u. L. Kicksch. Zeitschrift für Immunitätsforschung und experimentelle Therapie, 1. T., Originale 101 (1942), 369.

Russischsprachige Publikationen:

O syvorotočnoj anafilaksii [Über die Serumanaphylaxie]. 1-e soveščanie po bakteriologii, ėpidemiologii i prokaze. S.-Peterburg 3-9 janv. 1911. Materialy soveščanija 1912, 48-53.

Bor’ba s čachotkoj. Schemnyj proekt lekcii, sostavlennyj k 20-mu apr. 1912 g. členami Prosvetitel’skogo otdelenija S.-Peterburgskogo obščestva dlja bor’by s bugorčatkoj [Kampf gegen Tuberkulose. Schematische Übersicht der Vorträge, zusammengestellt zum 20. April 1912 von den Mitarbeitern der Abteilung „Aufklärung“ der St. Petersburger Gesellschaft für Tuberkulosebekämpfung O. O. Gartoch, V. V. Gorinevskij, V. N. Matveev]. Sankt-Peterburg 1912, 16 S.

Fil’trujuščiesja virusy [Filterbare Viren]. In: Medicinskaja mikrobiologia. Red. L. A. Tarasevič. T. 2. Sankt-Peterburg, Kiev 1913, 523-543.

K voprosu o meroprijatijach v bor’be s ostrozaraznymi želudočnokišečnymi zabolevanijami v voinskich častjach [Zur Frage der Bekämpfungsmaßnahmen gegen hoch ansteckende Magen-Darm-Erkrankungen in militärischen Einheiten]. O. O. Gartoch, A. Ja. Šternberg. Novoe v medicine 1916.

K voprosu o dezinsekcii v voinskich častjach i ee značenii v bor’be s vozvratnym tifom [Zur Frage der Desinsektion (Schädlingsbekämpfung) in militärischen Einheiten und ihre Bedeutung im Kampf gegen Rückfallfieber]. Novoe v medicine 1917, 16 S.

K voprosu o dezinsekcii [Zur Frage über die Desinsektion]. Novoe v medicine 1918, 52-70.

K biologii aromatoobrazujuščich mikrobov [Zur Biologie aromabildender Mikroben]. O. O. Gartoch, K. F. Akinf’ev. Žurnal mikrobiologii, patologii i infekcionnych boleznej 2 (1925) Nr. 1, 33-48.

Bakteriologičeskaja charakteristika Leningradskoj dizenterijnoj ėpidemii 1924 g. [Bakteriologische Charakteristik der Leningrader Ruhrepidemie im Jahr 1924]. O. Gartoch, M. A. Rappoport, M. A. Linnikova. Ibid. 2 (1925) 2/3, 41-51.

Chroniosepsis, v častnosti Endokarditis lenta, s točki zrenija bakteriologii [Chroniosepsis, teilweise Endokarditis lenta, aus bakteriologischer Sicht]. Ibid. 2 (1926) 3, 228-241; ~ [2]. O. O. Gartoch, K. P. Muratova, E. K. Sviščevskaja. Ibid. 3 (1926) 3, 156-168.

O seroprofilaktike kori [Über Prophylaxe von Masern]. Žurnal mikrobiologii, patologii i infekcionnych boleznej 4 (1927) Nr. ?, 49-62.

Bakteriologija tifozno-paratifoznoj gruppy [Bakteriologie der Typhus-Paratyphus-Gruppe]. Trudy 1-o Vserossijskogo mikrobiologičeskogo s-ezda. Leningrad 1929, 10-28.

K probleme piščevych toksikoinfekcij. Po materialam, doložennym na Konferencii po piščevoj gigiene v Leningrade (1.-7.VI.1939 g.) [Über Probleme alimentärer Toxikoinfektionen. Nach den Materialien der Konferenz für Lebensmittelhygiene in Leningrad (1.-7.6.1939)]. O. O. Gartoch, Z. M. Agranovskij, Z. A. Ignatovič. Žurnal mikrobiologii, ėpidemiologii i immunobiologii 22 (1939) 9/10, 133-148.

Očerednye zadači v bor’be s bacilljarnoj dizenterii [Dringende Aufgaben im Kampf gegen die Dysenterie]. Sovetskij vračebnyj žurnal 1941, Nr. 4, 241-252.

Sovremennoe sostojanie problemy dizenterii [Aktueller Stand des Dysenterie-Problems]. Tezisy dokladov vyezdnoj sessii VIĖM im. Gor’kogo v g. Tbilisi 3-8 maja 1941 g. Tbilisi 1941, 41-42.

 

Q

Universitätsarchiv Bern:

-- Studierende 1834-1914, Matrikel-Nrn. 11185 (* 12. Dez. 1881) und 17295 (*25. Dez. 1881).

-- Dozierende 1528-1980: Hartoch, Oscar Heinrich, PD med., Sign. 4.4.081 (*25.12.1881).

Archiv Instituta ėksperimental’noj mediciny Rossijskoj Akademii medicinskich nauk (AIĖM RAMN) [Archiv des Instituts für Experimentelle Medizin der Akademie der Medizinischen Wissenschaften Russlands, St. Petersburg]): Personalakte (1907-1941)[19].

 

SL

Erik-Amburger-Datenbank (EAD). Ausländer im vorrevolutionären Russland (Online Ressource): Dokument-Id [60576/59670 (25.2.2014)].

Grekova, T. I., Lange K. A.: Tragičeskie stranicy istorii Instituta ėksperimental’noj mediciny (20-30-e gody). In: Repressirovannaja nauka. Vyp. 2. Sankt-Peterburg 1994, 9-23.

Hasenson, Leonid, Hasenson, Sofia: Die Familie Hartoch: eine Geschichte in Russland und in der Schweiz. Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 51 (2001), 106-110.

Haumann, Heiko: Schicksale: Menschen in der Geschichte. Ein Lesebuch. Köln 2012, 457-461: Leonid Hasenson und Oskar Hartoch. Zwei Mediziner im Stalinismus.

Nazarov, P. G., Andrjuškevič, Tat’jana Vladimirovna: Ličnye kontakty mikrobiologov i immunologov v 20-30 gg. XX veka (po avtografam na reprintach iz archiva O. O. Gartocha). In: a): Dni mediciny i biologii v Peterburge. Sankt-Peterburg 1998, 115-135; b) Biomedicinskij žurnal (Medline.ru) 3 (2002) Nr. 9, 211 (Online Ressource, 25.2.2014).

Nazarov, P. G., Andrjuškevič, Tat’jana Vladimirovna: Germanskie korni mikrobiologičeskoj školy A. A. Vladimirova – O. O. Gartocha. Materialy meždunarodnoj konferencii „Russko-nemeckie svjazi v biologii i medicine: opyt 300-letnego vzaimodejstvija“ 14-16 sentjabrja 1999 v S.-Peterburge. Red. L. Ja. Borkin, Ėduard I. Kolčinskij. Sankt-Peterburg 2000, 147-156.

Nazarov, P. G., Vichman, A. A.: Oskar Oskarovič Gartoch (1881-1942) – otečestvennyj mikrobiolog i immunolog. In: Nemcy v Sankt-Peterburge – Die Deutschen in Sankt Petersburg. Sbornik statej. Otv. Red. T. A. Šrader. Vyp. 4. Sankt-Peterburg 2008, 299-320.

Valiev, M. T.: Oskar-Gejnrich Oskarovič Gartoch (1881-1942) … Škola Karla Maja (Online Ressource, 25.2.2014).

 

P

Portrait in: Online Ressource, auch in: Online Ressource und Online Ressource (alle abgerufen am 25.2.2014).

Portrait von 1919 in: Nazarov/Vichman 2008 (SL).

 


 

[1] EAD (SL). Vgl. auch Q.
[2] Nazarov/Vichman 2008 (SL). Vgl. auch Q.
[3] Valiev (SL) und Online Ressource (25.2.2014).
[4] EAD (vgl. SL): Dokument-Id [22253/21613 (25.2.2014)].
[5]
Auch Frieda Semenoff-Hartoch. 1917-1923 Medizinstudium und Promotion an der Universität Zürich (Matrikel-Nr. 24936), danach Kinderärztin in Zürich, 1926 Schweizer Staatsbürgerin und 1927-1953 leitende Kinderärztin des Mütter- und Säuglingsheims in Inselhof.
[6] Benannt nach Fedor Fedorovič Ėrisman (Friedrich Huldreich Erismann).
[7]

„1924, 1926, 1928 und 1929 verbrachte er mehrere Monate bei seinem Berner Lehrer und Freund Wilhelm Kolle im Paul-Ehrlich-Institut in Frankfurt und publizierte danach zusammen mit Kolle und dessen Mitarbeitern einige inhaltsreiche Artikel. Dies festigte seine wissenschaftliche Autorität in Russland.“ SL Hasenson/Hasenson 2001, Zit. S. 108.
[8]

Verhaftungen am 13.8.1930, 2.8.1937 und 6.6.1941. An der Freilassung aus der ersten Haft hatten aktiven Anteil, auf Bitten seiner Schwester Elsa, der gemeinsame Freund Romain Rolland (1866-1944), der Schriftsteller Maksim Gorkij (1868-1936) aber auch Ivan Petrovič Pavlov (1849-1936) mit einem Brief an Vjačeslav Michajlovič Molotov (1890-1986), aus der zweiten am 20.5.1938 wieder Rolland mit einem Brief an Josef Stalin (1878-1953) sowie die Widerstandskämpfer Maurice Thorez (1900-1964) und Georgi Dimitrow (1882-1949). Näheres dazu SL Nazarov/Vichman 2008, 308-314, und Haumann 2012, 459.
[9] Grekova/Lange1994 (SL), Online Ressource (25.2.2014).
[10] „Sanitarnaja kul’tura“ [Sanitätskultur].
[11]  Leningradskij gorodskij zdravoochranenija otdel [Leningrader städtische Gesundheitsabteilung].
[12] Narodnyj komissariat zdravoochranenija [Volkskommissariat für Gesundheitswesen].
[13] Valiev (SL) und Online Ressource (25.2.2014).
[14] Mitbenannt nach Professor A. A. Vladimirov.
[15] Nazarov/Andrjuškevič 2002 (SL).
[16] Nahm z.B. auf dem „1. Allrussischen Kongress zur Bekämpfung der Trunkenheit“ am 28. Dezember 1909 bis 6. Januar 1910 in St. Petersburg teil.
[17] Wurde im April 1938, einen Monat vor seiner Haftentlassung am 20.5., wegen angeblicher Germanophilie und Verleumdung aus deren Reihen ausgeschlossen. Vgl. SL Nazarov/Vichman 2008, 310-314.
[18] Mit Korrekturen und Ergänzungen der deutschsprachigen Titel im GPV.
[19] Ein Verzeichnis der Archivakten (41 Nrn.) in SL Nazarov/Andrjuškevič 2002 (b).
 

Gedruckte Version in: Fischer, Marta: Mikroben, Seuchen und Vakzine. Biobibliographisches Lexikon der Bakteriologen, Hygieniker und Immunologen zwischen Deutschland und Russland im 19. Jahrhundert. Aachen: Shaker 2015 (Relationes 18), 192-199.